01. November 2017:

Weihnachtsgaben

Weihnachtsgaben für jugendliche

Strafgefangene in der JVA

Wenn ich Ihnen dieses Jahr unsere Weihnachtsaktion ans Herz lege, dann tue ich dies im Jahr des Reformationsjubiläums. In vielen Veranstaltungen wurde, auch in ökumenischer Absicht und Verantwortung, des Thesenanschlags von Wittenberg vor 500 Jahren gedacht.

Eine zentrale Einsicht Luthers ist inzwischen auch von katholischer Seite anerkannt: nämlich die Rechtfertigung des Menschen vor Gott allein aus Glauben. Gott wendet sich uns zu, Gott schenkt uns seine Barmherzigkeit – vor aller Leistung und trotz aller Schuld! Das ist das christliche Credo, das alle Konfessionen verbindet. Ein Bekenntnis, das allerdings den Realitätstest bestehen muss, sonst bleibt es bloß ein Lippenbekenntnis. Und gerade im Gefängnis muss sich die Rede von der Rechtfertigung des Sünders bewahrheiten.

Nach der Meinung vieler haben es Gefangene gar nicht verdient, dass man sich ihnen (besonders) zuwendet. Das ist verständlich: schließlich haben wir es mit Menschen zu tun, die schuldig geworden sind, die andere geschädigt haben, die manchmal nur wenig Reue zeigen. Solche Menschen müssen nach landläufiger Meinung "gucken, wo sie bleiben". Aber in christlicher Sicht darf niemand verloren gehen, soll jeder noch eine Chance bekommen, darf keiner abgeschrieben werden. Wir dürfen nicht nur das belohnen, was man sich verdient hat.

Viele Gefangene, besonders in der Untersuchungshaft, erhalten nur selten oder gar keinen Besuch. Aus Sicherheitsgründen dürfen keine persönlich adressierten und bestückten Weihnachtspakete an Gefangene geschickt werden. Deswegen ist es uns ein seelsorgliches Anliegen, dass jeder Gefangene (momentan etwa 400) dennoch ein Weihnachtspaket bekommt.

Wir bitten um Geld- oder Sachspenden: Kaffee (löslich oder gemahlen), Tabak, Dauerwurst, Konserven, Süßigkeiten. Bitte beachten Sie: keine alkoholhaltigen Drogerieartikel (z.B. After Shave, Sprays), keine alkoholhaltigen Lebensmittel, keine leicht verderblichen Dinge wie z.B. frisches Obst!

Geldspenden können in bar erfolgen oder, auf das Konto der Gefangenenhilfe Heinsberg bei der Kreissparkasse Heinsberg, IBAN: DE08312512200002001055; BIC: WELADED1ERK, Kennwort: Weihnachtsaktion/ Kath. Seelsorge eingezahlt werden.

Sie können bis Montag, den 18.12.2017 Ihre Gaben für die Gefangenen im Pfarrbüro abgeben. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Pfarrer Rüdiger Hagens, kath. Gefängnisseelsorger

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