25. September 2017:

Oekumene

  "Du stellst meine Füße auf weiten Raum - Ökumenisch Kirche sein"

500 Jahre Trennung der Konfessionen sind genug

Unsere gemeinsame Basis ist unser Glaube und unser Auftrag. Diese sind größer als alles, was uns trennt. Die katholische Kirche versteht unter "Ökumene" das Bemühen, die Einheit der Christen wiederherzustellen. Auf katholischer Seite hat uns das II. Vatikanische Konzil unumkehrbar verpflichtet, den Weg der Ökumene zu gehen.

 

Der Alltag wird auch durch eine fortschreitende "Entkirchlichung" der Gesellschaft geprägt. Für viele Menschen spielt die Religion kaum noch eine Rolle. Für gläubige Christen - katholisch wie evangelisch - ist unser Glaube unser gemeinsames Fundament, als Kirche in der heutigen Zeit unterwegs zu sein. Die ökumenische Zusammenarbeit ist in vielen Bereichen des Lebens zu einer Selbstverständlichkeit geworden, unabhängig von Unterschieden im Verständnis mancher Themen. Einheit und Vielfalt wirken zusammen.

 

In Erkelenz besteht seit vielen Jahren ein ökumenischer Arbeitskreis. Zum Angebot an alle Interessierte zählten in diesem Jahr u. a. zwei Ökumenische Gottesdienste. Einer der beiden fand im Rahmen der Kirmes auf dem Lambertusmarkt statt. Dort haben wir Lesezeichen verteilt mit Freiraum für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eigene Stärken zu notieren. Vielleicht haben Sie sich etwas aufgeschrieben? Ein weiterer Ökumenischer Gottesdienst am 24.6.2017 war für uns alle etwas Besonderes: Nach der Tauferinnerung in

St. Lambertus gingen evangelische und katholische Christen in einer gemeinsamen Prozession zur evangelischen Kirche. Dabei haben wir neben Gebeten und Gesängen in den Blick genommen, was uns an dem Erleben der jeweils anderen Konfession irritiert und beeindruckt. Danach wurden uns Wünsche zugetragen, die wir mit Ihnen gemeinsam umsetzen möchten. Der seit Jahren geübte Kanzeltausch der Pfarrer steht auch für den Herbst 2017 wieder an.

Die gemeinsame Tätigkeit evangelischer und katholischer Christen im Arbeitskreis macht uns allen viel Freude. Sie ist von einem spürbaren Miteinander geprägt. Wir erleben dies nicht so sehr als "Arbeit", sondern als "Gottes-Dienst". Die Arbeitsmenge ist überschaubar, jeder kann sich mit seinen persönlichen Stärken einbringen. Als katholische Mitglieder des Arbeitskreises wünschen wir uns sehr, dass weitere katholische Mitglieder dazu kommen. Dadurch erreichen wir eine größere Vielfalt an Ideen und an verfügbaren Händen.

Liebe Leserinnen und Leser dieses Artikels, über Ihr Interesse an der Mitarbeit würden wir uns sehr freuen. Bitte sprechen Sie uns oder Pfarrer Werner Rombach an, wenn Sie Fragen oder Interesse haben. Wir freuen uns auf Sie. Inge Berbuer (0170-6248792), Peter Hanf (0175-8518063), Wolfgang Müller (0171-1228993)

 

 

 

zurück