01. Oktober 2015:

Grußwort Oktober

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen in Erkelenz!

Wir sind im Monat Oktober und beginnen ihn mit den Feiern zum Ernte Dank. Es stimmt, kaum jemand von uns ist noch in der Landwirtschaft tätig und kennt die tiefen Gefühle über das gelungene Einbringen der Ernte.

Zum DANKE sagen haben wir viele Gründe – jede und jeder für sich und wir alle als Christen. In einem Lied, das viele von uns kennen, wird aufgelistet, wofür wir dankbar sind – Danke für den guten Morgen, danke für die Arbeitsstelle, die Musik, das kleine Glück, danke für Gottes Liebe zu mir, zu uns.

Die 4. Strophe dieses Liedes hat es jedoch in sich:

Danke für manche Traurigkeiten,
danke für jedes gute Wort.
Danke, dass deine Hand mich leiten will an jedem Ort.
 

Wofür soll ich da dankbar sein? Ich denke es so: Traurigkeiten bringen mich oft wieder zu mir selber, lassen mich innehalten und neu meine Mitte suchen und auch hoffentlich finden – Gott, der mich unendlich liebt und für den ich wichtig bin.

Die 2. Strophe ist meines Erachtens noch viel schwieriger:

Danke für alle guten Freunde,
danke, oh Herr, für jedermann.
Danke, wenn auch dem größten Feinde ich verzeihen kann.
 

Dankbar für alle guten Freunde – klar bin ich. Aber dankbar sein, dass ich einen großen Widersacher habe, der es mir erlaubt, ihm zu verzeihen? Da bin ich doch eher dankbar, wenn der sich verändert und mir dann wohlgesonnen ist. Verzeihen kann ich oft nur mit Gottes Hilfe.

Dankbar sein und es die anderen wissen lassen – eine Herausforderung, der wir uns besonders in diesem Monat stellen können. Dann kann ich auch die 6. Strophe gerne singen:

Danke, dein Heil kennt keine Schranken,
danke, ich halt mich fest daran.
Danke, ach Herr, ich will dir danken, dass ich danken kann.
 

Ihre Gemeindereferentin und Frauenseelsorgerin Barbara Felder

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