01. Oktober 2017:

Grusswort Oktober

Liebe Mitchristen,

neben dem Monat Mai ist der Monat Oktober der Monat, in dem besonders an Maria gedacht und zu ihr gebetet wird. In der Vorbereitung dieses Vorwortes frage ich mich, wie ich zu der Maria stehe.

Maria ist eine besondere Frau, die Mutter vom Sohne Gottes. Ich sehe Maria immer im Zusammenhang mit Jesus.

Maria ist für mich durch ihr Leben ein Vorbild. Es beginnt mit ihrem Ja zu ihrer Schwangerschaft und somit zu ihrem Kind Jesus. Sie begleitete ihren Sohn auf seinem Lebens- und Glaubensweg. Maria stand unter seinem Kreuz und war nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt bei den Jüngern. Ihr Handeln ist gegründet durch ihr Vertrauen zu Gott. Großes Gottvertrauen brauchte sie sicherlich, da sie in Jesu Leben zunächst mal keine besondere Rolle gespielt hat. Dies wird an den Stellen deutlich, an denen er seine leibliche Familie nicht in den Fokus stellt und nur die Familie im Glauben zulässt. (z.B. im Lukasevangelium, Kapitel 8, Verse 19 bis 21). Wie hat sie sich da wohl gefühlt? Bestimmt gab es Zeiten, in der sie sich unsicher war und Ängste hatte. Gerade dann hat sie, meiner Meinung nach, darauf vertraut, dass alles gut wird. Sie hat ihr Leben in Gottes Hand gelegt. Das beeindruckt mich.

Nach Jesu Tod hat sie sich mit den Jüngern und Jüngerinnen versammelt und wurde so Urbild der Kirche. Sie wurde zur Patronin bzw. Beschützerin ernannt. Ebenso ist sie Mutter aller Christen. Für mich ist sie zum Vorbild in Sachen Gottvertrauen geworden. Gerade in schweren Zeiten habe ich auf ihre Fürsprache vertraut.

Maria nimmt sich meiner Angst, meinem Misstrauen, meiner Hoffnungslosigkeit an. Sie sagt Ja zu mir. Ich darf so kommen, wie ich bin und sie nimmt mich so an.

Ich führe Zwiegespräche und bete den Rosenkranz. Und vieles wurde erhört…

Am 2. September fand der jährliche Gebetstag "Die Frau aller Völker" in Düsseldorf statt. Dort wurde u.a. folgendes Gebet gebetet, welches Maria allen Nationen und Völkern geschenkt hat:

 Herr Jesus Christus,

Sohn des Vaters,

sende jetzt Deinen Geist

über die Erde.

Lass den Heilligen Geist wohnen

in den Herzen aller Völker,

damit sie bewahrt bleiben mögen

vor Verfall, Unheil und Krieg.

Möge die Frau aller Völker,

die selige Jungfrau Maria,

unsere Fürsprecherin sein.

Amen.

 

Beten wir dieses Gebet für den Frieden in der Welt, aber vor allem für den Frieden in unseren Herzen!
Nun frage ich Sie: Wie stehen Sie zu Maria? Was ist Maria für Sie?

Monika Fernandes,
Krankenhausseelsorgerin

 

 

 

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