30. September 2016:

Grußwort Oktober

Danken und mehr …

Im Urlaub erreichte mich über Handy der Anruf einer unserer Pfarramtssekretärinnen: "Herr Pastor, Sie haben vergessen, den Leitartikel für den Oktoberpfarrbrief einzureichen! Können wir noch damit rechnen?"
"Mist!", dachte ich und sagte: "Natürlich!" Und dann stand ich mit der Frage da: Was schreibst du denn jetzt? Erste Gedanken: Oktober, Erntedank, Danken, Denken, Zurückschauen …

Dann fällt mir ein, in den verbleibenden Urlaubstagen musst du dringend noch einen alten Freund besuchen, zu dem du lange keinen Kontakt hattest.

Der Griff zum Telefon. Ich hatte Glück. Spontan verabredeten wir uns für den nächsten Tag. Dezent schob er mir unter, dass wir dann ja seinen 80. Geburtstag, den er Ende August begangen hatte, ein wenig nachfeiern könnten. Peinlich! Ausgerechnet diesen großen runden Geburtstag hatte ich schlicht und ergreifend vergessen.

Wir sprachen kurz darüber, wie schnell doch die Zeit vergeht und dachten darüber nach wie viel Zeit noch bleibt und wie man sie sinnvoll nutzen kann…

Und dann sagte mein öfter so pessimistisch eingestellter Freund, in dessen Leben es so viele Brüche gab, etwas, das mir den Atem stocken ließ: "Es kann kommen, was da will: Wir brauchen uns nicht sorgen. Letztendlich kann uns nichts passieren, wir sind in Gottes Hand."

Etwas provozierend fragte ich ihn: "Und woher nimmst ausgerechnet du diese Gewissheit?"

Seine Antwort: "Ach wenn ich so zurückschaue, dann ist mir viel geschenkt worden von meinen Mitmenschen und vor allem von Gott."

Das klang so unendlich dankbar und zuversichtlich, da schwang so viel Gottvertrauen mit, das wir doch alle so sehr brauchen.

Ein wunderbares Gefühl, das ich Ihnen mitteilen wollte. Vielleicht ergreift es ja auch Sie im dankbaren Blick auf ihr eigenes Leben.

Ihr Pastor Werner Rombach

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