01. Juni 2016:

Grußwort Juni

Gerade haben wir das Pfingstfest gefeiert – was bleibt davon?

Die Besinnung führt uns auf die Spuren der Verkündigung des Glaubens - auf die Spuren der Verkünder - so zum Beispiel gerade im Juni auf die Spuren der Apostelfürsten Petrus und Paulus, deren Namenstag wir in diesem Monat feiern.

Papst Benedikt XVI. verkündete am 28. Juni 2007 das Paulusjahr2008/ 2009, woran ich hier besonders  erinnern möchte.

Wer sich auf die Spuren des Völkerapostels begeben möchte, wird nicht nur in die Anfänge des  Christentums hineingeführt, sondern auch mitten hinein in die brennenden Fragen unserer Zeit: Wie steht es in unserer Kirche um die Begeisterung für Christus? Wie steht es um die Theologie? Was braucht der Dialog mit den Kulturen?

Der Blick auf Paulus kann helfen, die Kraftquellen des Glaubens freizulegen. Es lohnt sich also, den Apostelfürsten neu zu entdecken. Papst Benedikt schrieb zur Verkündigung des Paulusjahres dazu: "Er lebte und arbeitete  für Christus. Für ihn litt er und ist gestorben. Wie zeitgemäß ist doch heute sein Vorbild."

Wie Paulus stoßen Christen - so das Evangelium des 13. Sonntags im Lesejahr C -auf Abweisung, manchmal auf aggressive  Unterstützung, dabei auch auf Verbundenheit  mit zu großem Beharren im Bisherigen und mit zu wenig Blick aufs Neue.  Jesus-Nachfolge lebt aber aus  Menschlichkeit, Nachsicht, Kontakt mit Menschen,  Lösung von Altem und Orientierung am Neuen. Im Zentrum steht das Reich Gottes.

Paulus ist überzeugt: Wenn Christen in der Taufe zugesprochen wird, Erlöste zu sein und den Geist des Erlösers Christus in sich tragen zu dürfen, können sie in Gelassenheit auf jede und jeden zugehen, die oder der ihnen begegnet. Erst in solcher Gelassenheit, einer tief verankerten Furchtlosigkeit, ist wirkliche Freiheit möglich. Die Freiheit zu lieben  und das Leben froh zu feiern.

Die Freude, die wir feiern, sie ist Gotts Ziel! Er will uns einmal alle bei sich haben. in seinem Reich der unendlichen Liebe, des Friedens und der Freude.

Durch seine Liebe sind wir gerettet und der Himmel steht uns offen.

Es ist ein großes Geschenk! Er erwartet keine  große Gegenleistung  – nur sollen wir mit ihm, der die Liebe ist, in Verbindung bleiben. Jede Liebe will genährt werden und wachsen. Nehmen wir uns darum Zeit, ihm zu begegnen!

Der Heilige Geist, den wir gläubig zu Pfingsten auf uns herabrufen, bleibt - und  die Liebe!      

Herzliche Grüße  

Ihr Diakon P. Boscheinen

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