01. April 2018:

Grußwort April

Liebe Mitchristen,

in diesen Wochen sehen wir sie wieder auf unseren Straßen und vor allem in unseren Kirchen. Mädchen in feinen weißen Kleidern und Jungen in schicken Anzügen, alle liebevoll herausgeputzt für das große Fest, auf das sich die Kommunionkinder in den letzten Monaten vorbereitet haben. Ich freue mich schon, viele dieser Kinder, die ich in den letzten Wochen begleiten durfte, in der Festmesse zu sehen, und die anderen dann zur Dankmesse.

Oft bekomme ich die Frage gestellt, lohnt sich dieser ganze Aufwand, wenn doch meist nur noch wenige als regelmäßige Gottesdienstbesucher später in unseren Kirchen zu sehen sind? Ich kann diese Frage aus tiefstem Herzen und mit Überzeugung mit JA! beantworten. Das, was die Kinder von Jesus, von seiner frohen Botschaft in den Gruppenstunden gehört haben, das was sie an Gemeinschaft und Zuwendung in ihren kleinen Gruppen, oder in den vielen Gottesdiensten erfahren haben, ist gelebter Glaube. Manche saugen diesen Glauben regelrecht auf. Ich habe gerade die Kinder vor Augen, mit denen ich in der Fastenzeit das Evangelium der Tempelreinigung oder vom Zöllner Zachäus besprochen habe. Wer, wenn nicht wir, und alle, die uns dabei unterstützen, sollen den Kindern sonst diese Chance eröffnen, etwas vom christlichen Glauben, von unserer froh machenden und letztlich befreienden Botschaft näher bringen? Aus der Öffentlichkeit verschwindet diese Botschaft doch immer mehr. Einzig schlechte Nachrichten, wenn mal wieder etwas in der Kirche falsch gelaufen ist, sind doch oft noch eine Veröffentlichung wert. Und ich höre und vor allem lese sie mit Besorgnis, die Stimmen, die den Glauben und alles Religiöse am liebsten aus den Kitas, den Schulen und aus dem Alltag der Kinder verbannen möchten. Diese Stimmen werden die Kinder hören, jetzt oder später als Jugendliche und Erwachsene.

Ich möchte ihnen die andere Seite mit auf den Weg geben. Die Seite, die es ihnen ermöglicht, sich aus der eigenen, hoffentlich guten, Erfahrung, eine Meinung zu bilden.

 

Ihre

Ursula Rothkranz, Gemeindereferentin

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