18. März 2015:

Grußwort März

Die Freude des Evangeliums

Liebe Christinnen und Christen,

die teilweise bedrohlichen Zeichen der Zeit, in der wir aktuell leben, verlangen danach, von der Freude des Evangeliums zu reden und dem Hass – dem unerträglichen Fremdenhass! - , den angstmachenden Katastrophen, die im Namen eines irregeleiteten Gottesbildes geschehen, aus der Kraft des Glaubens, der Liebe und der Lebenslust entgegenzutreten.

Die Freude, die das Evangelium verkündet, spiegelt sich in den sogenannten närrischen Tagen, die hinter uns liegen. Der Mensch, der sich von Gott geliebt weiß, freut sich des Lebens in der Weise, dass seine Freude nicht boshaft wird und nicht anderen oder mir selbst schadet. Humor und Großzügigkeit prägen diese Freude und dieses Leben. Wer menschliche Schwächen bei sich akzeptiert, macht deutlich, dass Gott auch darüber lachen kann und nicht gleich mit Strafgesetzbuch und Handschellen kommt. So wird Glaube und das Gottesbild mitten im Leben - auch im geselligen Beisammensein in der Kneipe an der Ecke – sichtbar. Warum also nicht einmal in geselliger Runde ein Prosit auf den menschenfreundlichen Gott sprechen. Das fördert die Gemeinschaft mit ihm und sorgt dafür, dass wir in geselliger Runde maßvoll bleiben und nicht boshaft ausfallend werden.

Diese Freude nehmen wir mit in die „Fastenzeit“, in die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest, denn gewiss braucht das Glaubensleben auch Zeiten der Ruhe und Besinnung. Wir vergewissern uns der Freude in Gott, die im österlichen Licht aufleuchten wird und die sich nach der Botschaft des Papstes in der Enzyklika „Evangelii Gaudium“ in der Barmherzigkeit, der Vergebung und der Liebe zeigt.

 

Fazit: Es ist aus der Sicht des Evangeliums nicht verboten sondern erwünscht, dass Christen auch an weltlichen Dingen Freude haben – und gekrönt wird unser Leben dann, wenn wir Gott dabei Platz geben, d.h.: Lebenslust genießen mit einem Herzen, dankbar und offen für Gott und den Himmel.

Ihr Diakon
Paul Boscheinen

 

 

 

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