01. Januar 2018:

Grußwort Januar

Liebe Mitchristen in unserer Pfarre Christkönig, liebe Leserinnen und Leser!

Am 6. Januar ist der Tag der Sternsinger, ein schöner Tag. Schön anzusehen, wenn die Kinder und Jugendlichen durch die Straßen ziehen, singen und sammeln. Da geht einem doch das Herz auf.

Aber hat das auch etwas mit mir und Ihnen zu tun?

Die Sterndeuter aus dem Osten folgten einem Stern, um einen neuen König zu huldigen.

Sind wir auch Menschen, die einem Stern folgen? Wer sind wir, sind Sie oder ich?

Der Sterndeuter, der im Vertrauen auf einen Stern, dem Licht, das Orientierung geben kann, die Heimat verlässt ohne das Ziel zu kennen? Kann ich mir dieses Wagnis für mich vorstellen? Ein Leben in der Nachfolge Jesu ist oft solch ein Wagnis.

Übersehen wir nicht, hier ist von mehreren Sterndeutern die Rede, den Weisen. Da ist nicht einer allein, der das Wagnis auf sich nimmt, sondern es sind drei. Sie können sich gegenseitig stärken und einander helfen, durchzuhalten und allen Widrigkeiten zu trotzen.

Oder bin ich ein Stern, der selber leuchtet, aus sich heraus oder weil er beleuchtet wird? Ist das nicht zu groß für mich und für Sie? Mit Jesus zusammen leuchten wir in dieser Welt. Wir übersehen die Probleme und Unstimmigkeiten nicht; wissen aber doch, dass Gott die Liebe ist, auch wenn wir es nicht verstehen.

Der neue König? Das scheint zu hoch gegriffen. Huldigen soll man nicht uns, sondern Jesus, Gottes Sohn. Das ist und bleibt so. Aber nicht nur die Weisen wollen dem Herrn huldigen, sondern auch wir. Und wie mach ich das?

Gott loben, preisen und ihn lieben, immer und intensiv. Das ist das erste und wichtigste. Und meinen Nächsten wie mich selbst lieben. Ich habe den Auftrag, mich zu lieben und dieses als Maßstab für meine Liebe zum Nächsten zu nehmen. Daraus folgt: Keine Eigenliebe, keine Nächstenliebe.

Mit diesen Gedanken wird das Dreikönigsfest ein Fest zum Ansporn für jeden von uns.

Barbara Felder (Gemeinderentin)

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